Grün in Eidelstedt

Zentrum von Eidelstedt

Die Alte Elbgaustraße

Der Park im Zentrum

Eidelstedt hat eine wunderbare grüne Lunge inmitten des Zentrums: Den Park zwischen der Elbgaustraße und der Fußgängerzone „Alte Elbgaustraße“ am Eidelstedter Platz. Die Grünfläche mit dem alten Baumbestand und einem Spielplatz ist stadtbildprägend für das Zentrum. Sie hat den Charakter des Überrestes eines alten Landschaftsparks. Aufgrund einer geplanten Umbau- und Modernisierungsmaßnahme des 1986 eröffneten Eidelstedt-Centers sollte der ca. 2.600 Quadratmeter große Park einem Neubau für das Center weichen. Für sehr viele Eidelstedter ist der kleine Park ein unverzichtbares Stück Stadtteil-Identität. Daher gründeten einige Bürger die Bürgerinitiative „Grünes Zentrum Eidelstedt“ und sammelten über 10.000 Unterschriften für einen Bürgerentscheid. Knapp 70 Prozent stimmten 2012 mit „Ja“, bei der Frage: „Sind Sie für den Erhalt des Baumbestandes, der Grünflächen, der Wochenmarktfläche, des Spielplatzes und der Wegeverbindungen am Eidelstedter Platz?“ So konnte die Grünfläche am Eidelstedter Platz erhalten bleiben.

Alte Villa "Sola Bona"

Alte Villa „Sola Bona“ – heute eine Kita

Sola-Bona-Park

Der Sola-Bona-Park liegt nördlich der Güterumgehungsbahn zwischen dem Olloweg, der Düngelau und der Kieler Straße. Man erreicht den Park mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: S21, S3 und AKN1 bis Eidelstedt sowie mit dem Bus 4 und Bus 183 bis Reichsbahnstraße.
Der Park hat seinen Namen von einer lateinischen Inschrift an einer Villa im Park: „sola bona quae honesta“ – das bedeutet auf Deutsch: „Nur die Dinge sind gut, die anständig sind“. Der ehemalige Besitzer der Villa war ein katholischer Geistlicher: Pastor Reichenwaldt. Er brachte diesen Spruch an der Villa an, um die Ehrbarkeit seines Unternehmens zu unterstreichen. In der Villa richtete er einen ungewöhnlichen Gasthausbetrieb ein: Als Schäferinnen verkleidete Mädchen bedienten hier die Gäste. Das Gasthaus lief jedoch nicht gut und musste nach drei Jahren wieder geschlossen werden. Im 19. Jahrhundert wurde das Anwesen als Wasserheilanstalt und Freiluftbadeanlage genutzt. Seit 1956 ist der Park frei zugänglich. In der Villa befindet sich heute eine Kita.

Alter Baumbestand im Sola Bona Park

Alter Baumbestand im Sola Bona Park

Im ca. zwei Hektar großen Park legte der Geistliche viele Laubengänge und Verstecke an. Insbesondere finden sich hier viele alte Baumbestände, Artenreichtum und botanische Seltenheiten. Eine dieser nicht-heimischen Pflanzenarten ist die Rot-Zeder, ein australischer Laubbaum. Dieser wird heute aus Gründen des Arten- und Vogelschutzes nicht mehr in öffentlichen Parks gepflanzt. In dem grünen Gartengelände gibt es ein Wegenetz und einen Teich.

 

 

 

Stamm der alten Eiche 2018

Stamm der alten Eiche 2018

Die Alte Eiche

Ein weiteres Highlight im Park war eine imposante Stieleiche, die als „tausendjährige Eiche“ bezeichnet wurde. Ihr tatsächliches Alter wird jedoch zwischen 320 und 420 Jahren geschätzt. Ihr Stammumfang beträgt über dem Erdboden stattliche fünf Meter. Der Baum, der vor Jahren bereits mehrere große Äste verloren hatte, wurde am Wochenende vom 28./29. Oktober 2017 durch den Sturm „Herwart“ vollständig seiner Krone beraubt. Der mächtige Stamm steht noch, hat aber nur noch wenige Zweige, die 2018 wieder ausgetrieben haben.
Der Park im englischen Landschaftsstil gilt als eine der lauschigsten Ecken im Stadtteil.
An der Park-Grenze nach Süden zieht sich der Wasserlauf der Düngelau entlang.

Vom kleinen naturnahen Spielplatz am Eingang der Grünanlage kann man mit seinen Kindern direkt ins benachbarte Poseidon-Schwimmbad gehen.

Nördlich des Parks auf dem Olloweg führt der Radweg „Von Eidelstedt zum Jungfernstieg“, der fast nur durchs Grüne führt. Dieser Weg kreuzt die Autobahn und führt zum Kollau-Wanderweg in Richtung Eppendorf.

 

Kollau-Wanderweg

Kollau-Wanderweg

An der Kollau

Entlang des Kollauwanderwegs hat man die Möglichkeit von Eidelstedt bis in den Stadtpark fast ausschließlich durchs Grün zu laufen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Der Hauptteil verläuft parallel zur Kollau, welche in die Tarpenbek mündet, die dann in Eppendorf die Alster erreicht. Die Gesamtstrecke hat eine Distanz von 10 km, verschiedene Möglichkeiten zum Ausruhen, Essen und Trinken finden sich zu Beispiel am Eidelstedter Platz und in Winterhude.

 

Die Brücke über die Kollau ins Niendorfer Gehege liegt im östlichsten Zipfel von Eidelstedt.

Nördlich und östlich der Kollau erstreckt sich das Niendorfer Gehege, welches sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Eidelstedter Feldmark befindet.
Es ist Eimsbüttels größtes Naherholungsgebiet und besteht aus rund 150 Hektar Wald, 15 km Wanderwegen und einem Damwild-Gehege. Spielplätze, Wiesen- und Waldflächen bieten gute Freizeitmöglichkeiten für Familien.

 

 

 

 

Der Sola-Bona-Park im Süden von Eidelstedt bildet auch das südliche Eingangstor zur

Eidelstedter Feldmark, Pferdeweide beim Hof der Familie Krohn

Eidelstedter Feldmark.

Ein Ensemble aus grünen Wiesen, Feldern und saftigen Weiden vermitteln hier mitten in der Großstadt einen Eindruck vom Landleben. Das Naturerholungsgebiet erstreckt sich auf fast drei Quadratkilometern  hin zum Waldgebiet des Niendorfer Geheges. An dem idyllischen Bach Mühlenau fühlen sich Mensch und Tier wohl und können vom hektischen Stadtleben abschalten.
Im nördlichen Teil der Feldmark befindet sich der Hof der Familie Krohn.

 

 

Saisongärten im Frühjahr

Saisongärten im Frühjahr

In der Eidelstedter Feldmark gegenüber vom Hof Krohn kann man sich  als Hobby-Gärtner einen der rund  200 Saisongärten bei der Eidelstedter Familie Ramcke mieten und seine eigenen Möhren, Tomaten und Kürbisse anbauen.
Zahlreiche weitere Kleingartenvereine finden sich im Stadtteil Eidelstedt:

 

Kleingartenverein Alpenrosenweg
Kleingartenverein Möhlenort
Kleingartenverein am Bollweg
Kleingartenverein Schneeballweg

 

Die Bären-Wiese in der Lohkampsiedlung

Die Bären-Wiese in der Lohkampsiedlung

Lohkamp-Siedlung

Im Westen Eidelstedts, südlich der Lohkampstraße erstreckt sich die Lohkamp-Siedlung. Hier wurden Anfang der 1950er Jahre rund 260 Siedlerstellen als Reihenhäuser mit rund 1000 qm Land gebaut. Die Bewohner sind bis heute in einem Verein organisiert und haben schon mehrfach in einem Bundeswettbewerb den ersten Preis für die schönste Siedlung Deutschlands gewonnen. Auch dieses Quartier unterstreicht Eidelstedts Charakter als grünen Stadtteil.

 

 

 

Die Alsterdorf Assistenz West

Imker mit Bienen

Imker mit Bienen

hat ein Bienenvolk in Eidelstedt und produziert eigenen Honig. Das Imkerei-Angebot bietet hierbei vielfältige Tätigkeiten rund um die Themen Bienen und Honig. Zu den Tätigkeiten gehören die Versorgung der Bienen, die Ernte des Honigs oder das Abfüllen der Gläser. Der Honig wird im Ladengeschäft „mügge35“ verkauft. Die Erlöse aus dem Verkauf fließen in Gemeinschafts-Aktivitäten im Stadtteil. Zur Weihnachtszeit werden außerdem Kerzen und Teelichter aus dem Bienenwachs hergestellt.

 

 

 

Text von Felicitas Niere, Überarbeitung, Fotos von Wolfgang Wallach

 

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