Nachhaltiges Eidelstedt

Nach zwei Sommern mit Rekord-Temperaturen, unzähligen Appellen von Wissenschaftlern, dem Aufbegehren einer weltweiten Jugendbewegung merken wir, dass wir mehr tun müssen als bisher, um den Klimawandel abzuwenden.

Diese Einsicht kommt allmählich in der Mitte unserer Gesellschaft an. Jetzt müssen wir unsere Politik, unsere Wirtschaft und unseren Lebensstil noch entschiedener umstellen, um die Belastung unserer Umwelt durch unseren Verbrauch langfristig zu reduzieren.

Die Bundesregierung hat sich im September 2019 auf ein Klima-Paket geeinigt, auch wenn es von vielen Experten noch als zu halbherzig beurteilt wird.

Mit der Koalitionsvereinbarung zwischen den Grünen und der CDU in Eimsbüttel werden Weichen für eine nachhaltige Entwicklung in vielen Bereichen für den Bezirk gestellt. In der Präambel heißt es:

Die Klimakrise ist die größte umweltpolitische und soziale Herausforderung unserer Zeit. Es ist klar, dass wir vieles ändern müssen, damit wir auch in Zukunft gemeinsam gut leben können. Bei so großen globalen Herausforderungen gilt für unsere Koalition: Global denken – lokal handeln.

Hier kann man nachlesen, was dort beschlossen wurde.

Wir werden es nur schaffen, wenn die Zivilgesellschaft  – also wir – weiter mitspielen, Druck machen , den Wandel vorantreiben. Der Zukunftsforscher Harald Welzer hat die  Situation, in der wir uns befinden, folgendermaßen beschrieben: „Transition by Design or by Desaster“, das heißt, wir haben die Wahl, ob wir den dringend notwendigen Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft friedlich, bewusst politisch gestalten oder ob er uns durch künftige zu erwartende Krisen  –  Umwelt-, Flüchtlings-, Wirtschafts-, Finanz- oder andere Katastrophen  –  aufgezwungen wird. Harald Welzer und Bernd Sommer haben dieses Konzept entwickelt in ihrem Buch Transformationsdesign.

Dazu wollen wir hier allgemein aber besonders in Bezug auf Eidelstedt informieren und Tipps geben.

Klima-/CO2-Rechner des Umweltbundesamtes:
Hier kann jede/r nachrechnen, wie viel Klima-relevante Emissionen sie/ er mit ihrem/seinen Verbrauch erzeugt, wie groß der „CO2-Fußabdruck“ ist. Das ist eine gute Möglichkeit über den eigenen Lebensstil nachzudenken, mit der Familie aber auch mit anderen darüber ins Gespräch zu kommen.

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Hier könnte eine Ideen-Börse entstehen, was wir hier in Eidelstedt tun wollen. Es folgt eine Auswahl an Themen, um die es ganz allgemein und in Eidelstedt geht. Sie könnte in den nächsten Monaten weiter mit Inhalten und konkreten Vorschlägen gefüllt und ergänzt werden.

Themen:

  • Mobilität und Verkehrsplanung

    Wenn es um die Reduzierung des privaten Autoverkehrs geht müssen die Alternativen gestärkt werden. Der eine Bereich ist die Entwicklung der öffentlichen Verkehrsmittel.
    Der andere lässte sich unter der Überschrift Fahrradstadt zusammenfassen. Dieses Ziel hat sich die jetztige Regierungskoalition aus SPD und Grünen gesetzt und dazu auch schon etwas in Gang gesetzt. Dies findet seinen Ausdruck in entsprechenden Behörden-offiziellen Internetseiten: https://www.hamburg.de/verkehr/fahrradfahren-in-hamburg/
    Andererseits gibt es natürlich Bürgerinitiativen, die mehr Nachdruck bei der Politik für das Fahrrad fordern. Da gibt es zum einen Kurs Fahrradstadt mit einer entsprechenden Webseite,
    zum anderen den ADFC – Allgemeiner Deutscher Fahrradclub – der eine große Organisation mit vielen Mitgliedern in Hamburg betreibt und auch einen Internetauftritt.

  • Ganz konkret in Eidelstedt wird es demnächst um das  Mobilitätskonzept für das Zentrum gehen, welches im Januar 2020 veröffentlicht werden soll. Hier erwarten wir Vorschläge, wie der Autoverkehr im Stadtteil reduziert und wie die umweltfreundliche Fortbewegung gestärkt werden kann. Für die Planung verantwortlich ist  das Büro Orange Edge, welches bei seiner Vorstellung und auf seiner Webseite den Eindruck macht, dass sie in die richtige Richtung denken und planen. Welche Planung sich durchsetzt wird auch davon abhängen, wie viel Druck wir hier vor Ort auf die Entscheider im Bezirk und im Hambuger Senat aufbauen können.
    Wir werden hier weiter darüber berichten.

Weitere Themen

  • Förderung der Aufenthalts-Qualität im öffentlichen Raum, „Shared Space“,
  • Werbung für das Projekt Cittaslow
  • Erhalt und Vermehrung der Grünflächen im Stadtteil
  • Energie-Wende, Reduzierung unseres Verbrauchs, Ausbau der erneuerbaren Energiequellen.
    Einkaufen, Kooperation mit der lokalen Wirtschaft, lokale Währungen
  • Unser Wochenmarkt in Eidelstedt, der mit vielen Ständen für die Versorgung mit Produkten aus der Region steht.
  • Lokale Selbst-Versorgung mit Lebensmitteln: Gartenbau, Schrebergärten, Saison-Gärten, Bienen-Haltung im Stadtteil
  • Resillienz von lokalen Wirtschaftsbeziehungen in großen Krisen
  • Recycling, Reduzierung von Konsum, Müll, Verpackung – dazu gibt es schon einige Möglichkeiten in Eidelstedt:
  • Viel dazu gibt es auf den Seite der Hamburger Stadtreinigung
  • Termine der mobilen Problem-Müll-Sammlung
  • Ein Repair-Café gibt es regelmäßig im Eidelstedter Bürgerhaus.
  • Kleiderkammer bei der Elisabethkirche in der Eidelstedter Dorfstraße 19 im Keller der Senioren-Residenz.  mehr
  • Tauschbörsen und -Läden, Stilbruch, Sozial-Kaufhäuser
  • Es gibt eine internationale Bewegung, die diese Ideen auf der Ebene von Städten und vorantreibt unter dem Stichwort Transition Town, Städte im Wandel in Richtung nachhaltige Entwicklung. Dazu mehr auf den Webseiten dieses Netzwerks: https://www.transition-initiativen.org/
    In unserer Nachbarschaft gibt es eine entsprechende Initiative schon in Wedel.
    Diese Gruppe betreibt unter dem Titel Wedel im Wandel eine Webseite mit vielfältigen Kontakten, Inititativen und Ideen, vielleicht ein Vorbild für die Bemühungen auf dieser Seite.
  • Konzepte Grünes Wachstum oder Postwachstumsökonomie (Niko Paech)
  • Visionen für ein besseres Leben, Ökotopia (Ernest Callenbach)
  • Es gibt ein breites Spektrum von öffentlichkeitswirksamen Aktionen zur politischen Durchsetzung einer nachhaltigen Politik: Greenpeace, Fridays for Future, Critical Mass,  XR – Extinction Rebellion

 

 

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